Für ein Team ist es wichtig zu wissen, dass ein Unicyclerennen / Unimotorennen nach den Vorgaben und Regeln der W.U.D.O. veranstaltet wird.
Um diese Veranstaltungen für jedermann ersichtlich zu machen wird den Veranstaltungen das folgende Gütesiegel verliehen:

Gütesiegel W.U.D.O. für Veranstalter

Wenn ein Veranstalter diese Regeln und Empfehlungen bei seinem Rennen umsetzen wird, erhält er von der W.U.D.O. das Veranstalter-Logo mit dem Datum seines Rennens.

Der Veranstalter kann dieses Logo dann uneingeschränkt für die Werbung seines Events/Rennens und dessen Nachberichterstattung verwenden.

Dabei ist die Art des Rennens: stand alone oder side by side Rennen nicht ausschlaggebend.

Regeln und Empfehlungen für Rennveranstalter:

    1. Die Rennen werden nach den Regeln der W.U.D.O. ausgefahren.
    2. Startposition des Unicycles / Unimotos ist der vorderste Punkt des Teils welches als erstes den Boden berührt.
      Dieser Punkt wird in/an den Startbereich gestellt welcher sich 0 cm bis max. 30 cm vor der Lichtschranke befindet und durch ein parallel verlaufendes Band gekennzeichnet wird.
      Der Fahrer kann entscheiden wo er innerhalb dieser 30cm stehen möchte. Zur Verdeutlichung ist hier eine Grafik hinterlegt.
    3. Die Lichtschranke muss am Start und im Ziel auf gleicher Höhe zwischen 40cm – 50cm positioniert sein.
      Die Zeitnahme erfolgt mit einer geeigneten Zeitmessanlage mind. 2 Stellen hinter dem Komma (Hundertstelsekunden Bereich).
    4. Breite der Strecke ca. 10-15 Meter, Länge min. 90 Meter ohne Furchen und tiefe Senkungen. Aussagen von Veranstaltern wie z.B. „wir haben nichts Besseres bekommen“ o.ä. werden nicht toleriert!
      Steht keine sichere Strecke zur Verfügung muss im Vorfeld daran gearbeitet werden, sie sicher zu machen.
      Das Ende der Wertungsstrecke 30,48 m, wird für die Fahrer deutlich markiert.
    5. Strecken / Zuschauer Absicherung:
      Keine großen Strohballen/Begrenzungen (Bremsklötze) in der Auslaufzone, sondern mehrere kleine mit Zwischenraum hintereinander, damit die Energie aufgenommen wird und der Fahrer nicht brutal abgebremst wird.
      Zuschauer, Autos, Motorräder oder Zelte dürfen auch hinter den Strohballen im Auslaufbereich nicht stehen.
      Zur Sicherheit der Zuschauer dürfen sich diese nicht hinter dem Startbereich aufhalten, da hier ein erhebliches Risiko besteht (fliegende Steine, Kufen, Material etc.).
    6. Bei der Fahrerbesprechung wird ein dreiköpfiges Team bestehend aus (erfahrenen) Fahrern und Veranstaltern gewählt / bestimmt.
      Diese sollen zusammen, schnell und möglichst objektiv Entscheidungen während des Rennen treffen und direkt nach der Fahrerbesprechung Strecke und Umfeld in Augenschein nehmen damit evtl. Mängel noch beseitigt werden können.
    7. Durch den verantwortlichen Rennleiter wird am Start die Position des Unicycles, der angelegte Notaus und die freie Stecke kontrolliert.
      Nach Freigabe durch die 3 Schiedsrichter und Zeitnehmer an den Rennleiter, kann der Start erfolgen.
    8. Die Rennen der W.U.D.O. werden nur mit Helm und Sicherheitskleidung / Protektoren gefahren. Eine funktionierende Bremse ist Pflicht.
      Der Veranstalter eines Rennens muss vor dem Start alle Maschinen einer Abnahme nach W.U.D.O. Regeln unterziehen.
      Bei dieser Abnahme müssen BREMSE und NOTSCHALTER auf FUNKTION geprüft werden.
      Nur wenn diese Abnahme bestanden ist, erhält der Starter eine Startberechtigung indem er seine (zugewiesene oder ausgeloste) Startnummer ausgehändigt bekommt.
      Siehe auch überarbeitete Regeln nach W.U.D.O.
    9. Es werden zwingend benötigt:
          • Drei aufmerksame und engagierte Schiedsrichter, die alle 10 Meter seitlich an der Strecke stehen und sofort mit Fahnen signalisieren wenn während der Fahrt der Boden vor dem Rad berührt wurde. Diese sollen auch die Strecke sperren bis der Zielbereich frei ist.
          • Sanitäter / Krankenwagen bzw. Krankentransportmöglichkeit mit Ortskenntnissen in der Nähe des Zielbereichs.
    10. Bei Internationalen Rennen (Europa und Weltmeisterschaft) nach W.U.D.O. wird nicht nach Reaktion (Ampel) gestartet und es dürfen alle Materialien für das Rad verwendet werden.
    11. Bei einem Rennen darf jedes Unimoto / Unicyle nur einmal eingesetzt werden! Das bedeutet: wenn ein Rennen in drei Läufen gefahren wird, darf das Unicycle / Unimoto max. 3x starten, die Anzahl der Fahrer spielt dabei keine Rolle.
    12. Wenn ein Veranstalter wünscht dass die W.U.D.O. sein Rennen bei Guinnessworldrecord anmeldet, dann muss er W.U.D.O. spätestens 8 Wochen vor dem Renntermin darüber informieren.
      Wir benötigen dann Informationen über das Rennen und der Veranstalter bekommt Informationen über die Vorraussetzungen die erforderlich sind um einen korrekten Rekordversuch durchzuführen.

Empfehlungen:

Folgender Rennablauf ist fair und auch für die Zuschauer attraktiver:

  1. Auslosung der Startreihenfolge
  2. Umgekehrte Startreihenfolge beim 2. Lauf
  3. Schnellster Fahrer als letzter beim 3. Lauf
  4. Bei einer hohen Beteiligung in den Klassen bis 400 cm³ empfiehlt W.U.D.O. , diese Klassen vor den beiden großen Klassen starten zu lassen, da diese Klassen wenig Schaden auf der Rennstrecke verursachen und auch selbst bessere Bedingungen für schnelle Rennläufe haben.

Was den Fahrern sehr hilft und auch den Rennablauf beschleunigt:

  • Zwei Mann im Ziel welche dem Fahrer helfen das Unicycle / Unimoto zu drehen um schneller von der Strecke in den Vorstartbereich zu gelangen.
  • Ein Mann / Frau im Vorstartbereich der die Startreihenfolge koordiniert und die Fahrer informiert.

Fahrerlager:

Für die Teams sollte ein Stromanschluss und Sanitäre Anlagen z.B. DIXI zur Verfügung gestellt werden.
Das Fahrerlager sollte sich auf festem Untergrund (kein Stoppelfeld) in der Nähe der Rennstrecke befinden, damit diese mit dem Unicycle / Unimoto einfach zu erreichen ist.

Wichtiger Hinweis:

W.U.D.O. ist kein Veranstalter!
W.U.D.O. ist nicht verantwortlich für Fahrer, Veranstalter und Zuschauer etc..
Wenn ein Veranstalter oder Fahrer sich an W.U.D.O. Regeln hält macht er dies freiwillig und kann W.U.D.O. nicht für Folgen jeder Art dafür verantwortlich machen.